Farbstiftkunst wird als „langsame Kunst“ bezeichnet, weil das schrittweise Aufbauen von feinen Farbschichten sehr viel Zeit und Geduld erfordert.
Der Prozess, die richtige Farbe zu „kreieren“, ist mehrschichtig. Die Möglichkeit, Farben zu mischen wie bei Acryl oder Öl, gibt es nicht. Neue Farben entstehen durch schichtweises Überlagern von unterschiedlichen Farben.
Über der Tatsache, dass Faber-Castell 120 Farben im Sortiment hat, wird einem die Mammutaufgabe der Farb-
findung erst richtig bewusst.
Und genau darin liegt für mich die Faszination der „langsamen Kunst“. Aus 120 Farben jegliche Farbnuance zu entwickeln, ist ebenso anspruchsvoll wie jedesmal zutiefst befriedigend, wenn es wieder gelungen ist.
Als Industrie Designer bin ich es im Alltag gewohnt, mit wenigen präzisen Strichen Objekte reduziert und schnell darzustellen. Im Gespräch mit Kunden kann eine solche Skizze oft Missverständnisse vermeiden.
Umso mehr geniesse ich es in meiner Freizeit, mit viel Ruhe und Geduld dieser entschleunigenden Kunstform zu frönen.













